Erstmals nach zwei Jahren wieder Zeitung gelesen

Diese Woche hatte ich wieder einmal Termine. Zum einen beim Haus-Augenarzt, wo in der Hauptsache geklärt werden musste, ob dieser das zur vierwöchigen Untersuchung benötigte OCT-Gerät besitzt. Er hat diesen Mercedes 300 unter all seinen Hi-Tec-Apparaten, ist aber noch nicht daran unterwiesen und außerdem müsste ich die Untersuchungen selbst bezahlen, wobei der Herr Doktor noch keine Vorstellung von der Höhe der Summe hat. Aber alle vier Wochen mit Begleitung einen ganzen Tag in der Uniklinik Gießen zu verbringen, würde wirtschaftlich noch teurer kommen. Zum Glück ist in dieser Sache noch nicht das letzte Wort gesprochen.

 

Zum anderen gab es einen zweistündigen Termin, nämlich den bei einem heimischen Optiker. Der ist ein Spezi meines Augenarztes und bei ihm durfte ich tolle optische und elektronische Hilfsmittel ausprobieren, die mir in Zukunft den Alltag wesentlich erleichtern. So konnte ich nach zwei Jahren Pause erstmals wieder in der aktuellen Tageszeitung lesen. Auch all diese Geräte sind zum Teil Hi-Tec vom Feinsten und daher nicht ganz billig. Aber mit einer Verordnung des Haus-Augenarztes zahlt sogar die Krankenkasse etwas dazu (!) und so hoffe ich, dass mir schon in den nächsten Tagen mein neues Lesegerät die Arbeit am Bildschirm leichter macht. Dann werde ich wieder berichten.

Schon einmal gehört von Scheidenberg, Scheidenberger Woog und Scheidrnberger Straße?

So ähnlich könnte der Scheidenberger Woog um 1700 ausgesehen haben, als er angestaut war und sich in dem riesigen See ein immenser Fischbestand tummelte. Frank Kleemann, Spesbach, hat über das Thema "Scheidenberg, Scheidenberger Woog, Scheidenberger Straße" eine Hausarbeit geschrieben und sie mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Zu finden ist dieser lesenswerte Fleißartikel im Hauptmenü unter "Der Scheidenberger Woog".

Elterngrab auf dem Friedhof Katzenbach eingeebnet

Jahrelang war es die Lieblingsbeschäftigung von Franziska, die Blumen auf dem Grab meiner Eltern zu gießen. Doch damit ist es leider vorbei, denn im Juli 2014 habe ich die Grabstätte auf dem Katzenbacher Friedhof einebnen lassen. Franziska, inzwischen 13 Jahre alt und ein richtiger Teenager, wird darüber nicht allzu traurig sein.

 

Im Laufe der Jahre war die Graberde immer wieder eingesunken. Dieses Mal jedoch, wohl weil beide Särge zusammengebrochen sind, so stark, dass größere Mengen Erde zum Auffüllen nötig gewesen wären. Auch wurde die Beschriftung auf dem Grabstein immer unleserlicher und hätte dringend einer Renovierung bedurft. Da ich das Grab seit mehr als vier Jahren nicht mehr besuchen konnte und die Ruhezeit 2018 abläuft, habe ich mich entschlossen, es vorzeitig einzuebnen zu lassen.

 

An dieser Stelle herzlichen Dank an Erika, die sich seit 1988 um die Grabpflege gekümmert hat, an Christel, die bei jedem Friedhofsbesuch nach dem Grab ihres Paten geschaut hat und nicht zuletzt an Franziska, die so manche Kanne Wasser an die Blumen auf dem Grab gegossen hat.

Die Bauern- und Wetterregeln für Dezember sind da

Das nebenstehende Logo führt Dich ein Jahr lang Monat für Monat durch die jeweiligen Regeln. Die heutzutage nicht immer gut verständlichen, weil schon alten Ausdrücke werden erklärt wo es notwendig ist, ebenfalls wird erläutert, welche eigene Bewandtnis besondere Tage (Ostern, Walpurgis- oder Hexennacht) mit sich bringen. Klicke einfach links das (4.) Untermenü "Bauern- und Wetterregeln" an, schon öffnet sich die Seite. Und das immer pünktlich zum Monatsende, jeweils für den darauffolgenden Monat.

 

Die Raunächte - Mythos und Brauch

 

Um die Weihnachtsfeiertage steht diese auch als „Rauhnächte“ (Raunächte/ Rauchnächte) oder “Zwölf heilige Nächte” bekannte Zeit vor der Tür. Dann sollen besondere Dinge vor sich gehen und die Verbindung zwischen Diesseits und Jenseits wesentlich enger sein.

Als die wichtigsten vier Rauhnächte werden bezeichnet:

21./ 22. Dezember (Thomasnacht – die Wintersonnenwende, längste Nacht des Jahres).

24./ 25. Dezember (Heiliger Abend – Christnacht)

31. Dezember/ 1. Januar (Silvester)

5./ 6. Januar (Vigil von Epiphanie – Erscheinung des Herrn)

Vermutlich nahmen die Raunächte ihren Ursprung im germanischen Mondkalender. Dabei hat das Jahr 354 Tage. Somit fehlen zu unserem heutigen Sonnenkalender zwölf Tage. Ursprünglich begannen die Raunächte in der sogenannten Thomasnacht vom 21. auf den 22. Dezember und endeten am 6. Januar. Ausgenommen waren Sonn- und Festtage. Inzwischen beschränken sie sich auf den Zeitraum durchgängig zwischen 25. Dezember und 6. Januar.

Die Zwölf Heiligen Nächte symbolisieren auch die zwölf Monate des folgenden Jahres. Wer in jenen Nächten zu einer Wegkreuzung geht, die Atmosphäre auf sich wirken lässt und auf die Zeichen der Natur achtet, kann Ereignisse deuten. Wie das Wetter in dieser Nacht ist, so ist es auch in dem zugeordneten Monat. Was man in diesen Nächten träumt, wird in den jeweiligen Monaten des folgenden Jahres passieren. Träume vor Mitternacht beziehen sich auf die erste Monatshälfte, die Träume danach auf die zweite Hälfte. In diesen Nächten können die Tiere sprechen. Sie unterhalten sich über die Toten des kommenden Jahres. Ob die Tiere wirklich sprechen oder ob sich die Götter nur kurzzeitig in solche verwandeln oder ob die Menschen einfach in dieser Zeit besonders sensibel sind, lässt sich nicht genau klären.

Die sogenannte „Wilde Jagd“ treibt ihr Unwesen in diesen Nächsten. Angeführt von Odin, der auch Wilder Jäger genannt wird, und Frau Holle. Die Stürme in dieser Zeit liegen darin begründet, dass die beiden durch die Lüfte brausen. Um sie gütlich zu stimmen, opfert man ihnen Speisen, wie Brot, Kuchen, Gebäck, Fleisch oder Hülsenfrüchte, aber auch die Reste der Festmale. Diese stellt man entweder vor die Türe oder verteilt sie unter Obstbäumen im Garten.

Wer zu dieser Zeit (weiße) Wäsche draußen aufhängt, läuft Gefahr, dass sich die Wilde Jagd darin verfängt. Oder dass Odin ein Wäschestück mitnimmt und als zukünftiges Leichentuch für den Besitzer verwendet. Die Toten suchen die Lebenden auf und dunkle Mächte haben Herrschaft über die Erde. Böse Geister setzen sich gerne in Unrat und Unordnung fest. Deswegen: Aufräumen in Haus und Leben. Am besten bringt man alles Geliehene zurück und lässt sich Verliehenes wiedergeben.